Artur Weigandt

Freier Journalist/Student, Offenbach am Main

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Junge Leute und Corona-Krise: Stadt, Land, Corona

Spazieren statt Feiern: Auf dem Land haben Jugendliche in der Corona-Krise neue Freizeitbeschäftigungen gefunden.

Corona trifft alle - aber treffen die Einschränkungen auch alle gleich hart? Sowohl auf dem Land als auch in der Stadt suchen junge Leute nach Strategien, um ihr soziales Leben neu zu gestalten.

In den Ortschaften rund um die Ronneburg ist es ruhig. Kaum ein Auto kommt einem auf der Landstraße entgegen, im Ortskern, der meist aus einem kleinen Supermarkt und einem überschaubaren Marktplatz besteht, finden sich nur vereinzelt Menschen ein. Manchmal steht ein Traktor wie ein Familien-Kombi am Rand der Straße, die von Grundstücken mit Scheunen gesäumt ist. In einem großen Garten spielen Großeltern mit mehreren Kleinkindern. Eine Dreiviertelstunde von Frankfurt entfernt scheint eine globale Pandemie keinen Platz zu haben.

Und doch ist die Gefahr durch Corona rund um die Großstädte im Rhein-Main-Gebiet, in all den Dörfern und Kleinstädten, genau dieselbe wie in Frankfurt, Darmstadt oder Wiesbaden. Auch die Restriktionen und Kontaktsperren gelten für 200 Einwohner genauso wie bei mehr als 700.000. Das Virus unterscheidet nicht zwischen dem Nachtleben in Frankfurt und dem Tante-Emma-Laden in Hesseneck.

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