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Kolumbien: Sechs Demonstrierende erzählen von den brutalen Polizeimethoden

Proteste in Kolumbien "Dann haben sie einfach geschossen"

In Kolumbien geht die Polizei mit Gewalt gegen Demonstrierende vor, die gegen Armut und Korruption protestieren. Sechs von ihnen erzählen, warum sie ihr Leben riskieren.

Protokolle aus Cali, Kolumbien, aufgezeichnet von Antonia Schaefer

Mehr als zwanzig Tote, Hunderte Verletzte. Seit mehr als einer Woche demonstrieren Zehntausende Menschen in Kolumbien. Ursprünglich sind sie gegen eine Steuerreform auf die Straße gegangen. Doch es geht um so viel mehr: Armut, soziale Ungleichheit und Korruption.

Die Polizei und die Spezialeinheit Esmad gehen mit Gewalt gegen die Proteste vor. Besonders in Cali, der drittgrößten Stadt des Landes, wurde willkürlich das Feuer eröffnet. Die Sprecherin des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte in Kolumbien, Marta Hurtado, verurteilt die Polizeieinsätze. Sechs Demonstrierende berichten, was sie in den vergangenen Tagen erlebt haben - und weshalb sie weitermachen.



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