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Die beste Art von Dolce Vita

Unsere Autorin und ihr Freund finden, bei der Wahl eines italienisches Hotels sind zwei Dinge entscheidend: gutes Essen und ein eigener Badesteg. Das »Umberto a Mare« auf Ischia vereint beides auf außergewöhnliche Weise.


Langsam zeichnet sich ein Muster ab. Seit Jahren fahren mein Freund und ich immer wieder in die gleiche Art von italienischem Hotel. Wichtig sind uns dabei nur zwei Dinge, ein Badesteg und gutes Essen. Daran hat auch die Corona-Pandemie nichts geändert. Denn während sich einige Menschen nach einem Jahr der Wiederholungen in den eigenen vier Wänden nun ganz weit weg wünschen und auf ein Abenteuer hoffen, sind meine Urlaubsansprüche eher bescheidener geworden: Mal wieder woanders aus dem Fenster zu schauen, das würde mir fürs Erste schon reichen. Und wenn hinter diesem Fenster dann auch noch ein Ausblick wie im »Umberto a Mare« auf mich wartet, umso besser.

Auf Ischia könnte man sich dann natürlich ein Auto leihen und zum Beispiel auf die Suche nach dem besten Eis der Insel begeben. Der Abwechslung wegen. Man kann im »Umberto a Mare« aber auch einfach den ganzen Tag auf seiner Liege auf dem hoteleigenen Sonnendeck am Meer verbringen und ein Buch lesen – nur gelegentlich unterbrochen von einem Teller Caprese und einem Glas Campari Soda.

Das Hotel hat bloß zehn Zimmer, das dazugehörige Restaurant wird seit Jahren im Michelin-Führer empfohlen. In diesem Restaurant gibt es täglich ein frisches Menü, oder man isst à la carte, aber auf jeden Fall isst man mit Blick auf den Sonnenuntergang. Und kann sich nach dem Dessert auf den nächsten Tag freuen, der hoffentlich, so sehe ich das, ganz genauso ablaufen wird wie der gerade vergehende.

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