Andreas Pfeifer

Marketingberater, Fachautor, Referent, Speaker, Wiesbaden

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Die Webseite als Erfolgsfaktor

Andreas Pfeifer: „Wechseln Sie von der Anbietersicht in die Kundenperspektive“

GASTBEITRAG

Die Webseite als Erfolgsfaktor

Von Andreas Pfeifer, Berater und Marketingexperte, Die Heldenhelfer GmbH, Wiesbaden.


Sie haben eine Restaurant-Webseite, sind aber mit deren Leistung nicht zufrieden? Das hat in der Regel drei Ursachen: Die Webseite ist in Gestaltung und Inhalt nicht aktuell und nicht mobile-optimiert. Sie wird bei entsprechender Suche über Google eher schlecht als recht im Ranking berücksichtigt. Sie verkauft nicht beziehungsweise führt nur unzureichend zu den gewünschten Reaktionen bei den Usern – unabhängig von den Besucherzahlen.

Statt zu reagieren, stecken viele gastgewerbliche Betriebe den Kopf in den Sand und hoffen, dass sich die Situation von allein behebt. Tut sie aber nicht. Gehen Sie Ihre wichtigste Online-Präsenz deshalb systematisch an.


Nutzen Sie ein Programm, mit dem Sie Ihre Webseite selbst pflegen und aktualisieren können. Prüfen Sie, ob Ihre Seite sauber auf Smartphones angezeigt wird und alles reibungslos funktioniert. Prüfen Sie Aufbau und Inhalt Ihrer eigenen Webseite aus Gästesicht. Das gibt Ihnen konkrete Hinweise, wo Verbesserungsbedarf besteht. Überprüfen Sie, ob Ihre Positionierung (Sie haben doch eine – oder?) bereits auf der Startseite klar wird. Zählen Sie, wie oft Sie die Worte „Wir/Unser“ im Vergleich zu „Sie/Ihre“ verwenden. Wechseln Sie von der Anbietersicht in die Kundenperspektive – weg von „Ich biete“ und hin zu „Was sucht der Gast“. Wenn die Seite zu wenig verkauft, sind meist drei Dinge dafür verantwortlich: Es fehlt an konkreten Handlungsaufforderungen, es hakt bei der Technik, oder es gibt keine oder viel zu komplizierte Reservierungs- und Buchungsmöglichkeiten.


Wer im Netz zu bestimmten Stichwörtern nicht gefunden wird, der ist für die meisten Suchenden gar nicht vorhanden. Im Schnitt kommen über 50 Prozent Ihrer Webseite-Besucher über die Suchmaschine Google. Beschäftigen Sie sich mit der Onpage-Optimierung. Dazu zählen der Domain-Name, sprechende URLs für die Unterseiten, aussagekräftige Seitentitel, neugierig machende Seitenbeschreibungen, Headlines mit relevanten Stichwörtern, schnelle Ladezeiten, smartphone-optimierte Gestaltung, verständliche Namen für Fotodateien inklusive Beschreibungstext, nachvollziehbare Gliederung, korrekte Rechtschreibung und etliche Punkte mehr. In fast allen Webseite-Programmen lassen sich die Optimierungen selbst vornehmen. Wenn Sie an Ihre Grenzen kommen, dann helfen spezialisierte Berater und Programmierer.

Klingt alles kompliziert? Ein griffiges Bild hilft! Wenn Sie online erfolgreich sein wollen, dann nehmen Sie sich einen professionellen Koch als Vorbild: gute Zutaten (Webseite-Inhalte), frische Produkte (Aktualität), Finesse beim Abschmecken (Gestaltung), eine verlockende Speisekarte (Angebote und Handlungsaufforderungen) und immer geschärfte Messer (Suchmaschinenoptimierung). Und so, wie noch kein (Küchen-)Meister vom Himmel gefallen ist, braucht es auch bei der Verbesserung Ihrer Webseite Wissen und Übung. Vor allem aber braucht es die Entscheidung, endlich damit anzufangen!


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