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Alexander Gerst im Interview - warum ist er Astronaut?

Steht man im Inneren der original ISS-Übungsmodule in Köln bei der ESA, hat man das Gefühl, in einem überdimensionierten Radio zu stehen, das gerade so viel Platz lässt, dass man sich noch getrost den Kopf stoßen kann: Kabel, Knöpfe, Fußhalter, Behälter, Hebel, Griffe, Schlafsäcke, Enge und, das Wichtigste für die Besatzung, kleine Luken, um nach draußen zu sehen, um die Erde an sich vorbeiziehend beobachten zu können. Es schien auch dies zu sein, worauf sich der Anfang 40 Jährige am meisten gefreut hatte. Und sein Dienst an der Menschheit sieht so aus: Er ist dort oben ein nichtselbstständiger Dienstleister für Transferaufgaben. 

„Was genau machen Sie dort oben? Laut Broschüre waren Sie damals der Bordingenieur.“ 
„Ich war Mädchen für alles. Ingenieur, Wissenschaftler, Pilot, Mediziner, Reinigungskraft und auch Freund für die Kollegen. Und im Grunde habe ich sichergestellt, dass wissenschaftliche Daten kreiert werden, die dann direkt in den Datenstrom zur Bodenkontrolle gingen.“

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