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Razzien bei „Sturmbrigade"

Die Bundesanwaltschaft hat die Wohnungen von zehn Personen in vier Bundesländern durchsuchen lassen. Nach Angaben des Landeskriminalamts Sachsen-Anhalt haben Polizisten fünf Objekte im eigenen Bundesland, drei Objekte in Hessen und jeweils eines in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchsucht. Sechs Beschuldigten wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Nach Einschätzung des Generalbundesanwalts hätten alle Beschuldigten eine „rechtsextremistische Gesinnung", ihr erklärtes Ziel sei das „Wiedererstarken eines freien Vaterlandes" nach dem „germanischen Sittengesetz" gewesen.

Es bestehe der „Verdacht, dass diese Ziele auch mittels Gewalttätigkeiten durchgesetzt werden sollen". Mit den Ermittlungen ist das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt beauftragt.

Im Fokus der Ermittler steht die Gruppierung „Sturmbrigade", die der bewaffnete Arm der „Wolfsbrigade" sein soll. Beide Organisationen sind offenbar relativ jung. Im Landtag Sachsen-Anhalt sind erst seit 2018 Organisationen mit den Namen „Wolfsbrigade 44" und „Sturmbrigade 44" bekannt. Die Landesregierung stuft diese als „rechtsextremistische Organisationen" ein.

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