10 Abos und 12 Abonnenten
Artikel

Freitalerin gegen Rechts: Ja zu Roland Kaiser, Nein zu Pegida

Steffi Brachtel zeigt über die Elbe, rüber zum Neustädter Ufer, wo die Tribünen der Dresdener Filmnächte stehen. Wenn man mal sehen wolle, „wie Dresden völlig abgeht", müsse man da hin, wenn Roland Kaiser spielt. Eigentlich führt Brachtel gerade durch die Dresdener Altstadt, an Orte, die in den letzten Jahren für sie wichtig waren.

Sie zeigt den Altmarkt, wo sie fast jede Woche an Protesten gegen Pegida teilnimme, die Frauenkirche, die sie noch als Trümmerhaufen kennt, die Ecke, in der immer ein Stand aufgebaut ist, an dem Freiheit für die verurteilte Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck gefordert wird, und das Fleckchen wenige Meter weiter, wo Brachtel Schicksale von Holocaust-Opfern vorliest.

Der Höhepunkt der Tour ist aber die Erinnerung an die Schlagerkonzerte. Der nächste Termin ist bereits geplant. Mit ihrer Mutter.

Steffi Brachtel, 44, kurzes braunes Haar, T-Shirt mit „yeah yeah yeah"-Print, wurde für ihr Engagement gegen rechts ausgezeichnet, unter anderem von der Bundesregierung. Gemeinsam mit ihrer „Mädelsgruppe" ist sie seit knapp fünf Jahren auf der Straße. 

Zum Original