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Erneuerung durch Anbiedern

"Die bisherige Große Koalition hat bei dieser Wahl deutlich an Zustimmung verloren", sagt Martin Schulz, um ihn herum stehen Spitzenfunktionäre ­seiner Partei, der SPD: Malu Dreyer, Manuela Schwesig, Thorsten Schäfer-Gümbel und Andrea Nahles. Schulz fährt fort: "Es ist konsequent und ­richtig: Ich habe der SPD-Parteiführung heute Abend empfohlen, dass die SPD in die Opposition geht." Es ist der 24. September 2017, ein Sonntag, 18.39 Uhr, der Abend der Bundestagswahl. Die ersten Hochrechnungen sehen die SPD zu diesem Zeitpunkt bei knapp über 20 Prozent der Stimmen. Mit dem ­Abschluss der Auszählung bestätigt sich: Es ist das schlechteste Wahlergebnis der SPD bei einer Bundestagswahl seit der Gründung der Bundesrepublik 1949.

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