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Die Zukunft der Städte ist smart


Rund zwei Drittel der 1,27 Milliarden Inder leben heute noch auf dem Land. Doch die urbanen Zentren des Subkontinents wachsen bereits in Rekordtempo. Jede Minute wandern 25 bis 30 Menschen vom Land in die Stadt. Im Jahr 2050, so offizielle Schätzungen, wird sich die Stadtbevölkerung auf über 800 Millionen mehr als verdoppelt haben. Indiens Städte stehen vor großen Herausforderungen. Vor allem die Infrastruktur kann bei dem Wachstumstempo kaum mithalten.


Vor einem knappen Jahr hat Premierminister Narendra Modi deshalb angekündigt, den Urbanisierungsprozess aktiv zu gestalten: Einhundert sogenannter Smart Cities will die Regierung mit Hilfe ausländischer Investoren in den nächsten Jahren bauen. Schon jetzt sieht es so aus, als würde die Initiative einen gewaltigen Modernisierungsschub auslösen.


Smart Grid managt die Infrastruktursysteme

Kennzeichen sogenannter Smart Cities ist die Symbiose städtischer Infrastruktur mit IT-Technologie. Um Ressourcen effizient zu nutzen, Prozesse besser zu managen und mehr Nachhaltigkeit zu gewährleisten, werden alle Infrastruktursysteme in einem Smart Grid vernetzt. Sensoren, Kameras oder intelligente Stromzähler liefern permanent Daten über Wasserverbrauch, Elektrizität, Abfall, Verkehr und mehr.


Während Südkorea mit Songdo oder China mit der Tianjin EcoCity Beispiele einer Smart City auf der grünen Wiese verwirklicht haben, wird sich Indien bei seinen einhundert geplanten Projekten vor allem auf bestehende Großstädte konzentrieren und hier versuchen, die Infrastruktur zu modernisieren und zu erweitern. Aber immerhin neun Satellitenstädte sollen ganz neu gebaut werden.


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