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Weibliche Fußballfans wehren sich: Warum Lina Selbstverteidigung lehrt

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Sexismus im Stadion?

Der Signal-Iduna-Park in Dortmund liegt ruhig da, es ist kalt, Länderspielpause, die Tribünen sind leer. Fast. Auf der Südtribüne steht Lina, die eigentlich anders heißt, mit etwa 20 Frauen. Lina trainiert diese Frauen: in Selbstbehauptung und Selbstverteidigung im Stadion.

Wie stehe ich so in der Fankurve, dass ich selbstsicher wirke? Wie kann ich mich verbal behaupten, wie reagiere ich, wenn ich mich belästigt fühle?

Klingt absurd. Fans, die aus Spaß zu Fußballspielen gehen, um ein paar gute Stunden zu haben und den Sport zu genießen, trainieren Selbstverteidigung. Dass es im Stadion Situationen gibt, in denen es gerade für Frauen nötig ist, Stärke zu zeigen und sich im Notfall auch zu verteidigen, wurde während der vergangenen Spieltage besonders deutlich:


Beim Heimspiel des FC Schalke gegen Nürnberg soll ein weiblicher Fan massiv belästigt worden sein. Ein Mann habe ihr an den Po und in den Schritt gefasst, versucht, ihren BH zu öffnen und die Hand in ihre Hose zu schieben, sagte eine 22-Jährige. Dabei soll der Täter von anderen Fans angefeuert worden sein. Als sich die Frau bei einem Ordner beschwerte, soll dieser entgegnet haben: "Wenn du damit ein Problem hast, solltest du nicht ins Stadion gehen." ( WAZ)


(...) 

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