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Wirecard-Chef gibt Fehler zu

Markus Braun ist überpünktlich. Bereits zehn Minuten vor Beginn der Bilanzpressekonferenz schreitet der Wirecard-Chef am Donnerstag über den rötlichen Teppich im NH-Hotel, direkt gegenüber der Zentrale in Aschheim. Er prüft kurz das Podium, schaut auf sein Handy. Nichts soll mehr schiefgehen. Denn für Braun geht es heute um mehr als nur um Zahlen.


Es geht um das Vertrauen in sein Unternehmen, das zuletzt hart in der Kritik stand - und es geht für Braun um Millionen von Euro. Immerhin hält er sieben Prozent an Wirecard. Bevor also die Zahlen zum Thema werden, spricht Braun über das, was alle vor Ort interessiert: die Vorwürfe der Bilanzmanipulation, des Betrugs und sogar der Geldwäsche. Oder wie Braun es formuliert: "Ich möchte über den Elefanten im Raum sprechen."


Als er anfängt zu reden, stellt er sich an den Rand der kleinen Bühne und wackelt von einem Bein aufs andere und sagt, dass er sich "an die mediale Aufmerksamkeit erst gewöhnen" müsse. Bei der letzten Bilanzpressekonferenz waren sechs Journalisten da, nun sind es rund 60, dazu zehn Fotografen, deren Auslöser unablässig rattern.


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