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Reportage

Schwarz zu Blau

Ein Förster will ein Wildschwein erlegen, ein Radiomoderator ist bereits bester Laune und im „Bierbaum 1“ suchen junge Leute ihr letztes Geld: eine Reise durch Berlin, morgens zwischen fünf und sechs. Von: Karl Grünberg.

Berlin, bei dir ist immer Musike. Nie stehste still. Nie schläfste. Deine Bude ist immer voll, immer ist Party und immer führst du deine täglichen Dramen auf: 105 Geburten, 94 Tote, 18 Scheidungen, 1650 Straftaten und 377 Verkehrsunfälle. Tagein. Tagaus. Von morgens bis abends. Im ewigen Berliner Kreislauf. Immer hektisch, immer atemlos, immer gleich. Oder?

Es gibt einen Zeitpunkt, eine Stunde, einen Moment geschäftiger Stille, da wechselt das Bühnenpersonal der Stadt. Es ist die Zeit, in der die Nacht langsam vergeht, der Tag sich müde erhebt, in der – nicht zu jeder Jahreszeit wortwörtlich, aber immer gefühlt – „Schwarz zu blau“ wird, wovon schon Peter Fox sang: „Guten Morgen Berlin, du kannst so schön hässlich sein, so grässlich und grau…“ 2009 war das.

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