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SV Straelen feiert triumphalen Aufstiegs-Sieg

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Der SV Straelen gewinnt 8:0 gegen den VfR Krefeld-Fischeln. Der Dorfverein spielt nächste Saison in der Regionalliga West. Doch eine Vereinslegende wird fehlen.

In der 83. Minute war es soweit. Marian Gbur, Ersatztorhüter des SV Straelen, machte sich zur Einwechslung bereit. Das Stadion erhob sich, der Applaus wollte gar nicht aufhören. Gbur spielte 21 Jahre für den SV, absolvierte 358 Senioren-Spiele und stand satte 32 054 Minuten auf dem Platz. Es war sein letztes Spiel und dazu ein Besonderes. Sieben Minuten, nach seiner Einwechslung, war Straelen aufgestiegen. Ein 8:0-Kantersieg gegen den VfR Krefeld-Fischeln bedeutete den historischen Aufstieg in die Regionalliga.

Es hatte etwas gedauert, bis die Mannschaft von Markus John auf Kurs war. Erst in der 25 Minuten traf der Favorit, in Person von Rene Jansen, zum 1:0. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Aaram Abedlkarim zum 2:0 per Elfmeter und Kevin Weggen mit einem wuchtigen Freistoß zum 3:0. "Die Dosenöffner waren das 1:0 und das 2:0. Wenn es lange 0:0 bleibt, weiß man nie, wie es am Ende ausgeht. Wir haben auch mitbekommen, dass Schonnebeck führte, daher war das 3:0 zur Halbzeit perfekt für uns", sagte John über den Pausenstand.

Fischeln geht am Ende unter

Straelen hatte erst vergangenes Wochenende die Tabellenspitze zurückerobert. Die SpVg Schonnebeck musste die Führung nach einem Unentschieden gegen den VfB Homberg abtreten. Eine theoretische Chance auf den Aufstieg bestand zwar für die Schwalben, aber spätestens in der zweiten Hälfte beendete Straelen jegliche Hoffnungen. Nach dem 4:0 durch Thorsten Lippold sorgte vor allem Ahmad Jafari für Aufsehen. Innerhalb von zehn Minuten schürte der Straelener einen Viererpack. "Ich bin sehr, sehr glücklich. Das war unglaublich schön für mich. Heute ist unser Tag", sagte er nach der Partie.

In der Hinrunde konnte der Sportverein den Krefeldern nur eine knappe 2:1-Niederlage abtrotzen. Zum Rückspiel reiste der Absteiger jedoch ohne Cheftrainer Josef Cherfi an und mit einer Vielzahl von A-Jugendlichen. "In den ersten Minuten hat man gesehen, dass Fischeln nur darauf aus war, hier einen Punkt mitzunehmen. Uns war klar, wenn wir das 1:0 machen, ist das der Knackpunkt. Dass es am Ende dann 8:0 ausgeht, war dann der Lauf", sagte SV-Kapitän Kevin Weggen über den Gegner. Mit dem Schlusspfiff wurden vereinzelt Pyrotechnik und Feuerwerke gezündet. Die SV-Spieler feierten mit den Zuschauern. Und Marian Gbur konnte sein Glück kaum in Wort fassen. "Es war unbeschreiblich nochmal aufzulaufen, damit habe ich eigentlich nicht gerechnet", sagte er, und weiter: "Besser kann es nach 21 Jahren nicht enden. Es ist geil."

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