Henry Steinhau

Medienjournalist & Autor, Berlin

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Chancen nutzen, Positionen vertreten

Foto: DNB, Stephan Jockel, CC BY 4.0

Während der zweitägigen Konferenz „Zugang gestalten!“ in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main diskutierten Vertreter und Vertreterinnen von Museen, Archiven und anderen Kulturerbe-Einrichtungen nicht nur über die Probleme bei der Digitalisierung von Inhalten, sondern vor allem über pragmatische Lösungen.

Der Begriff „Pragmatismus" war das offizielle Leitthema der diesjährigen Ausgabe von „Zugang gestalten!" Daran orientiert, bildeten sich unter den rund 200 Teilnehmenden drei inhaltliche Schwerpunkte heraus, die sich durch Präsentationen und Workshops, Panel und Pausengespräche zogen.

Erstens, dass offenbar immer mehr Kulturerbe-Einrichtungen mit pragmatischen Lösungen unbedingten Realisierungswillen zeigen - und ihre Projekte trotz rechtlicher oder bürokratischer Widrigkeiten zum Erfolg führen. Zweitens, dass die Museen, Bibliotheken und Archive gut daran tun, in den bereits vollzogenen und aktuell anstehenden Änderungen der urheberrechtlichen Rahmenbedingungen eher die Möglichkeiten und Fortschritte zu begrüßen - statt primär die (gewiss weiterhin vorhandenen Hürden) zu beklagen. Drittens, dass sie sich für kommende Gespräche mit den Verwertungsgesellschaften über neue Lizenzmodelle ebenso wie für Beteiligungsprozesse zur Umsetzung der EU-Urheberrechts-Richtlinie gemeinsame Positionen erarbeiten - und diese auch selbstbewusst und wahrnehmbar einbringen sollten.

„Wer die Verantwortung für das kulturelle Erbe übertragen bekomme, der müsse dieses Erbe auch aktiv antreten - und dabei auch seine Interessen formulieren", hieß es dazu im Abschlusspanel am zweiten Konferenztag. …

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