Dr. Helga Wäß

Freie Journalistin, Kunst, Kultur Trends und mehr, München

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GROKO-Koalitionsvertrag-Kunst-Kultur

Berlin stadtschloss 2016 foto helga waess

Humboldt Forum - Rohbau, Berlin, Foto: Helga Waess

Der GROKO-Koalitionsvertrag zum Bereich Kunst und Kultur

 Können wir bald kostenfrei ins Museum und wird die Mehrwertsteuer für Kunstwerke wieder von derzeit 19 % auf 7 % fallen?

 Monika Grütters bleibt Staatsministerin für Kultur und Medien und hat einiges vor

Der Koalitionsvertrag, der von den GROKO-Verhandlern jetzt vorgestellt wurde, geht auch auf die Bereiche Kunst und Kultur ein. Immer schon war der freie Museumseintritt ein Anliegen der Kunst- und Kulturschaffenden. Nun soll im Humboldt Forum (unter diesem Link geht es zur Webseite des Humboldt Forums in Berlin) ein Modellversuch gestartet werden, nach der Eröffnung im Jahr 2019 zunächst freien Eintritt zu gewähren. Bislang konnte dieses Konzept in Deutschland nicht durchgesetzt werden. - Wir erinnern uns an den ehemaligen Essener Museumsdirektor Hubertus Gaßner, der für das Folkwang Museum in Essen einen Sponsor gefunden hatte, der die Eintrittsgelder übernahm. Die Besucherzahlen konnten dadurch ganz klar verdoppelt werden. - Bislang heißt es jedoch von Museumsseite, dass die Eintrittsgelder für die Aufrechterhaltung des Museumsbetriebess unbedingt notwendig sind. Mal sehen wie es ausgeht!


Die Künstler werden im Koalitionsvertrag auch erwähnt


Fassen wir es ganz kurz zusammen: Sie benötigen "besonderen Schutz" und die Künstlersozialkasse soll unbedingt erhalten bleiben.


Zum Handel mit Kunstwerken in Galerien


Kunstgegenstände die gewerblich gehandelt werden, müssen seit 2014 von den Galerien in Deutschland mit 19 % Mehrwertsteuersatz verkauft werden. Nach dem nun verhandelten Koalitionsvertrag will man hier noch einmal nachbessern. Denn es besteht zurzeit die Diskrepanz zwischen direkt vom Künstler veräußerter Kunst zu 7 % Mehrwertsteuer und der von Galeristen gehandelten Kunstwerken gleicher Künstler zu 19 % Mehrwertsteuer. Immerhin investieren die Galerien in den Aufbau der Künstler, in Ausstellungen, Kataloge und Kunstmessen. Hier sollte doch was gehen?!

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