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Ich war ständig zu spät. Jetzt weiß ich, wie ich meine Unpünktlichkeit bekämpfen kann

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Nur noch zehn Minuten, bis ich mich mit einer Freundin in der Stadt treffe. Während ich mir im Flur meine Schuhe anziehe, blinkt auf meinem Handy die Nachricht einer anderen Freundin. "Ach, ich antworte ihr noch schnell, bevor ich zur Bahn renne", denke ich. Und blende aus, dass das Minuten kostet, die ich nicht habe, wenn ich pünktlich sein will.

Als ich in der Bahn sitze, sind es bereits fünf Minuten nach vereinbarter Uhrzeit, die Fahrtzeit bis zum Treffpunkt beträgt nochmal zehn Minuten.

Als Tugenden wie gutes Zeitmanagement an die Menschheit verteilt wurden, war ich wohl zu spät. Es würde auf jeden Fall erklären, wieso ich keinerlei Gefühl dafür habe, einzuschätzen, wie viel Zeit ich wirklich noch habe, und was wie viel Zeit beansprucht.

Das ist schon lange so. Meine Eltern trifft keine Schuld: Ich hatte feste Schlafenszeiten und wurde immer pünktlich zu meinen Freundinnen kutschiert und abgeholt.

Bis ich beschloss, diesem geregelten Treiben mit dem Eintritt in die Pubertät ein Ende zu setzen.


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