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Marina Weisband ist keine Piratin mehr

Marina Weisband, ehemalige politische Geschäftsführerin der Piraten, ist schon seit längerer Zeit kein Mitglied der kontroversen Partei mehr. Eine weitere politische Karriere will sie allerdings nicht ausschließen.

Heimlicher Austritt aus der Piratenpartei

Zeitweise war die heute 28-jährige Weisband das Gesicht und die Hoffnungsträgerin der Piratenpartei. Dann allerdings trat sie für viele überraschend von ihrem Posten als politische Geschäftsführerin zurück. Sie begründete diesen Schritt mit ihrer bekanntermaßen angeschlagenen Gesundheit.

Nun berichtet der Deutschlandfunk, dass Weisband schon seit einem Jahr kein Mitglied der Piratenpartei mehr ist. Die Öffentlichkeit hat sie erst jetzt über diesen Schritt informiert - nach eigenen Angaben, da sie der Partei mit ihrem Austritt nicht schaden möchte.

Marina Weisband kritisiert die Piraten

Weisband erklärt, die Piraten hätten sich in den letzten Jahren nicht zum Positiven verändert. Statt einer Partei, die innovative Ideen vertrete, gebe es dort nur noch konservative Menschen, die „das Internet in den Grenzen von 1990 wollten". Damit kann sich die engagierte junge Frau nicht mehr identifizieren. Sie sieht auch keine große Zukunft für die Partei als Ganzes mehr. Das Label der Piraten sei verbrannt, erklärte sie wörtlich.

Alternative Zukunftspläne

Mittlerweile arbeitet Weisband bei einem von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Online-Projekt für Schulen. Auch eine weitere politische Karriere schließt sie nicht aus. Sie kann sich durchaus vorstellen, in Zukunft wieder politisch in Erscheinung zu treten - allerdings nur bei einer anderen Partei als den Piraten.

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