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DJV bei den Jugendmedientagen 2016

Der DJV hat bei den Jugendmedientagen der Jugendpresse Deutschland die angehenden Medienmacher beraten und nach ihren Vorstellungen und Wünschen für die Zukunft gefragt.



Die Jugendmedientage hatten diesmal den Themenschwerpunkt „Medien- oder Märchen­land?“ und fanden vom 27. bis 29. Oktober in der Messe Dresden statt. 

 

Am DJV-Stand war viel los. In den Gesprächen kristallisierte sich heraus, dass wieder mehr Jugendmedientage-Teilnehmer tatsächlich Journalisten werden wollen. Vor wenigen Jahren waren speziell bei dieser Veranstaltung noch ganz viele dabei, die einen anderen Beruf ergreifen wollten, den Journalismus nur als Zusatzprojekt am Rande sahen. 




Insbesondere die jüngeren Teilnehmer (Schüler und Studenten zu Beginn des Studiums) trauern der romatischen Vorstellung des Journalisten hinterher, der einfach nur mit seinem Block und Stift auszieht und eine Geschichte schreibt. Natürlich wissen sie,  dass die Realität heute anders aussieht. Aber anders wäre es ihnen lieber.  Je älter die Teilnehmer waren, desto mehr sahen sie die Technik als Chance. 

 



Sehr wohltuend in einer Gesellschaft, die laut "Lügenpresse" ruft: Die 300 Teilnehmer glauben offenbar durchweg an die einordnende Rolle des Journalismus in einer Welt voller Lügen, misstrauen Infos auf Instagram und Co - auch wenn viele natürlich ihre journalistischen Texte v.a. über Facebook konsumieren. 


 

Beim DJV-Erzählcafe  bei den Jugendmedientagen sprach Tobias Wolf von der Sächsischen Zeitung über "Krawalle, Pöbeleien, Übergriffe: Ist Journalismus noch ein Traumjob?".   Für seine Recherchen zu Pegida und rechtsextremistischen Entwicklungen in Sachsen wurde Tobias Wolf 2016 zusammen mit drei Kollegen mit dem Wächterpreis der Tagespresse ausgezeichnet. 


Eva Werner


Fotos: Florian Timpe / Jugendpresse Deutschland (4)  und Eva Werner (3)