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Kann man sich betrunken essen?

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Bild: © Camrocker / Getty Images / iStock

Ob natürlichen Ursprungs oder künstlich zugesetzt: In vielen Lebensmitteln, die wir täglich zu uns nehmen, steckt Alkohol. Aber: Kann man sich mit den Prozenten im Essen auch berauschen?

Die Frage, ob man sich betrunken essen könnte, führt unweigerlich zum Filmklassiker "Die lustige Welt der Tiere": Er führte schon in den 1970er Jahren Affe & Co vor, die sich nach dem Genuss von vergorenen Früchten des Marula-Baums in der afrikanischen Savanne ziemlich, nun ja, benebelt verhalten. Mitgespielt hatten torkelnde Elefanten, wankende Giraffen und eine Raupe mit Schluckauf. Aber: Zwar ist der Streifen damals als bester Dokumentarfilm mit dem Golden Globe ausgezeichnet worden - auf ganz natürliche Weise besoffene Wüstenbewohner zeigte er allerdings nicht wirklich. Das liegt schon daran, dass der Alkoholgehalt einer frisch vom Baum gepflückten Marula-Frucht verschwindend gering ist. In Fallobst, das drei bis vier Tage gärt, steigt er immerhin auf etwa drei Prozent.

Ein Elefant müsste für einen Schwips trotzdem etwa das 400-Fache seiner üblichen Nahrungsmenge an Marula-Früchten verdrücken und dabei gleichzeitig auf Wasser verzichten. Forscher erklären die beobachteten Rauschzustände mit giftigen Käferlarven, die die Dickhäuter mit der Rinde der Marula-Bäume fressen. Die Elefanten sind also high, nicht blau. Aber warum wanken ihre Kollegen, die nicht in die Nähe der Baumrinde kommen...


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