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Jugendarbeit: Wasser Marsch: Jugend im Einsatz

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Erst 2015 gegründet präsentierte die Revensdorfer Jugendfeuerwehr ihr Können beim Tag der offenen Tür.

Erschienen am 17. September 2018 in der Eckernförder Zeitung.


Lindau | „Wasser marsch!“ - „Wasser kommt!“ hieß es am Sonnabend auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Revensdorf. Anlässlich des Tags der offenen Tür zeigte die Jugendfeuerwehr eine Übung und stellte sich vor. Ein Container wurde in Brand gesetzt. Die Jugendlichen rückten mit einem Feuerwehrfahrzeug an, zwei Kameraden liefen vor, „um die Situation abzuschätzen und das weitere Vorgehen zu planen“, erläuterte der stellvertretende Wehrführer Arne Jansen. Im Anschluss wurde der Brand gelöscht – nach einigen Schwierigkeiten.


Das Wasser kam nicht. „Die Pumpe sprang nicht an“, erklärte Jugendwart Markus Gertz. „Sowas kann auch in einem echten Einsatz passieren, da muss man dann schnell mit umgehen.“ Als das Wasser lief, konnte der Brand schnell und routiniert gelöscht werden. Jeder hatte seine Position. Es sah aus wie bei einem richtigen Einsatz. „Allerdings hatten die Jugendlichen keine echten Atemschutzmasken auf, sondern nur sehr echt aussehende Attrappen“, erklärte Gertz. Der Grund: richtige Atemschutzmasken und -geräte sind mit einem Gewicht von 20 bis 30 Kilogramm zu schwer und nicht erlaubt für den Nachwuchs. Die Attrappen wiegen nur fünf Kilogramm.


Zu Gertz Truppe gehören 18 aktive Jungen und Mädchen, dazu kommen sechs Betreuer. Alle vierzehn Tage treffen sie sich. „Wir machen aber nicht nur Feuerwehrsachen, sondern auch Ausflüge, zum Beispiel in den Kletterpark“, so der Jugendwart.

Die Revensdorfer Jugendfeuerwehr wurde erst 2015 gegründet. „Etwa zwei Drittel der Beginner sind auch immer noch dabei“, sagte Gertz. Einige seien bereits in die aktive Wehr gewechselt. „Die haben richtig Spaß dabei“, weiß er. Die Jugendfeuerwehr können Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren besuchen. In der Zeit können die Abzeichen der Jugendflamme und die Leistungsspange absolviert werden. „Das ist das höchste Abzeichen, was in der Jugendfeuerwehr absolviert werden kann“, erklärte Gertz, „bei einem Wechsel in die aktive Wehr entfällt dann die Truppmannausbildung.“ Das sei auch das Ziel der Jugendfeuerwehr: den Brandschutz der nächsten Generation zu sichern.

Doch nicht nur das Löschen des Containerbrandes gab es zu sehen. „Wir wollen uns zeigen und präsentieren, was wir können“, ergänzte Arne Jansen. Zur Freiwilligen Feuerwehr Revensdorf gehören neben der Jugendfeuerwehr 36 Mitglieder in der aktiven Wehr und zehn Ehrenmitglieder. Gezeigt wurden außerdem eine Fettbrandexplosion und die Explosion einer Spraydose. 


Im Feuerwehrgerätehaus erklärte Feuerwehrmann Moritz Hippe, der von Beruf Arzt ist, wie Erste-Hilfe funktioniert und erklärte die Vorgehensweise mit einem Defibrillator. „Das Gerät kann den Herzrhythmus analysieren und gibt Anweisungen“, so Hippe.

Gegen Spenden gab es Kaffee und Kuchen. Den Erlös will die Feuerwehr für den Rettungshubschrauber Christoph 42 spenden. „Vor kurzem landete er in der Nähe. Daraufhin haben die Kinder entschieden, dass das Geld dahin gehen soll“, berichtete Gertz.

– Quelle: https://www.shz.de/21050637 ©2019

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