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Gettorfer Volkshochschule: VHS hofft auf eigene Räume

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Erschienen am 27. Oktober in der Eckernförder Zeitung.


Gettorf | Im Frühjahr 2019 liegt der Schwerpunkt auf der Mühle. Zumindest im Programmangebot der Volkshochschule Gettorf. Am Mittwoch hat die Leiterin Bodil Maria Busch das Oberthema bekannt gegeben. „Man könnte sagen, es geht vom Korn zum Brot. Das ist ein schönes und traditionelles Thema.“ Sie erklärt: „Praktische Themen werden generell gut angenommen, Sachen wie zum Beispiel Medienkompetenzen eher weniger.“ Pro Semester möchte sie außerdem vier bis sechs Vorträge anbieten, einer davon soll regionalgeschichtlich sein. „Vorträge zum Kanalbau sind beispielsweise immer gut besucht“, merkt die VHS-Leiterin an. Die wichtigsten Programmbereiche der Gettorfer Volkshochschule sind zahlenmäßig Gesundheit und Sprachen. Der Bereich Kultur/Gestalten laufe nicht so richtig, „aber die Fotokurse sowie die Gitarrenkurse kommen immer gut an.“ Viel verändert habe sich indes nicht, wenn auf die Zahlen der Jahre 2016 und 2017 geguckt wird. Inzwischen bietet die Volkshochschule zum Buchen der Kurse ein Online-Anmeldeformular an. „Das wird gut genutzt“, so Busch, „wir haben aber auch ein Format mit Online-Kursen ausprobiert. Da hat sich keiner für angemeldet.“


Die VHS teilt sich die Räumlichkeiten mit der Nachmittagsbetreuung der Grundschule. Nun gab es eine Machbarkeitsstudie. Busch erläutert: „Der Schulverband hat beschlossen, an die Grundschule anzubauen. Dort sollen ein Mehrzweckraum, eine Mensa und mehrere kleinere Räume entstehen.“ Dem liegt zugrunde, dass die Betreuung zunimmt, es muss also etwas geschehen. „Das wäre großartig“, so die Leiterin der Volkshochschule. „Es wäre klasse, wenn wir den dann freiwerdenden größeren Raum noch mit nutzen können. Unser Bewegungsraum ist 40 Quadratmeter groß, das ist sehr eng.“ Zudem gebe es keinen Umkleideraum. Teilweise würden sich die Kursteilnehmer im öffentlich einsehbaren Flur umziehen. Bis es so weit ist, werde es allerdings noch zwei bis drei Jahre dauern. „Aber es wäre ein ganz toller Lichtblick für die Gettorfer Volkshochschule. Die Lage ist gut zu erreichen. Alles ist optimal.“


Und auch von politischer Seite aus gibt es keine Pläne, das Gebäude anderweitig zu nutzen. Busch merkt dazu an: „Das jetzige Gebäude war ja mal als Bürgerzentrum angedacht, so dass es auch Vereine nutzen können. Das geht aktuell mit der Nachmitagsbetreung gar nicht. Und die VHS muss oft weichen. Aber so ist das halt, wenn man keine eigenen Räume hat.“

Seit dem Frühjahr 2017 kooperiert die VHS Gettorf mit der VHS Küste Dänischer Wohld. „Wir haben ein gemeinsames Programmheft herausgebracht, was gut angekommen ist.“ Busch merkt jedoch an, dass die VHS Küste Dänischer Wohld noch keine Möglichkeit zum Online-Anmelden und keine modernen Verwaltungsprogramme habe. „Das ist nicht mehr zeitgemäß.“ Nun sei die Überlegung, ob die VHS Gettorf deren Verwaltung mit übernimmt, wenn die VHS Küste Dänischer Wohld dafür bezahlt. „Zeit und Kapazitäten dafür habe ich“, so Busch. 


– Quelle: https://www.shz.de/21460432 ©2019

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