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Menschenrechte in Ägypten: Verein will Bundesratsinitiative - WELT

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Der Verein "Armut und Gesundheit in Deutschland" hat die rheinland-pfälzische Landesregierung aufgefordert, im Bundesrat auf die Einhaltung von Menschenrechten in Ägypten und Saudi-Arabien zu drängen. "Betroffene von Folter und Todesurteilen leben auch in Mainz ", sagte der Sozialmediziner Gerhard Trabert, der Vorsitzender des Vereins ist, am Donnerstag in Mainz. Seit einigen Wochen betreut der Verein die Schwester eines 28-jährigen Ägypters. Ihr Bruder sitze seit 2013 in ägyptischen Gefängnissen, berichtete die 35-jährige Frau.


Aus Angst vor den ägyptischen Behörden wollte sie weder ihren Namen, noch den ihres Bruders nennen. "Mein Bruder wird gefoltert." Der Pharmaziestudent könne jederzeit hingerichtet werden. Damit drohe ihm das gleiche Schicksal wie vielen anderen Dissidenten in dem Land, sagte die Frau: "15 Menschen wurden im Februar schon hingerichtet."


Nach Angaben der syrischen Anwältin Nahla Osman werfen die ägyptischen Behörden dem Mann einen Mord und die Gründung einer Terrororganisation vor. Die Vorwürfe seien falsch, das Geständnis des Bruders mit Folter erzwungen, sagte die Schwester des Inhaftierten. "Er ist unschuldig." Trabert forderte von der rheinland-pfälzischen Landesregierung, auf Bundesratsebene über die Einhaltung der Menschenrechte in Ägypten zu sprechen. "Wir machen es uns zu einfach, wenn wir sagen: "Das ist Bundessache." Die Einhaltung von Menschenrechten ist Sache von uns allen."

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