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Resilienz im betrieblichen Gesundheitsmanagement

Seit mehr als fünfzehn Jahren begegnet einem das Konstrukt Work-Life-Balance, dass dazu anhält, sein Leben und seine Arbeit in eine Balance zu bringen. Mal abgesehen davon, dass es damit so aussieht, als ob diese beiden Punkte auf zwei entgegensetzten Enden einer Wippe verortet wären, was in unseren Augen eher fraglich ist, gelingt es anscheinend vielen Menschen nicht, diese Balance zu erreichen. Im Gegenteil: die Ausfallzeiten von Arbeitnehmern steigen weiter. Vor allem die Krankentage aus psychischen Gründen nehmen ständig zu. Wir halten uns körperlich gesünder, aber unser Geist kommt nicht mit. Ob man die Auswirkungen dann Burnout oder Erschöpfungsdepression oder Panikattacken nennt, ist hier irrelevant. Wichtig ist, dass wir uns überlegen, ob und wie wir damit umgehen können.

Hier kommt die Resilienz ins Spiel. Die psychische Widerstandskraft oder mentale Robustheit, das inneres Krisen-Immunsystem, das einem dabei hilft, die Auf und Abs des Lebens, egal ob beruflich oder privat zu bestehen und sogar daran zu wachsen. Es ist mehr als der Stehaufmännchen-Effekt. Es bedeutet, sich selber zu steuern und zu führen und nicht äußeren Umständen ohnmächtig ausgeliefert zu sein. Es bedeutet an Krisen zu wachsen, nicht daran zu zerbrechen. Dazu gehört auch eine innere Haltung, die Dr. Joachim Galuska, Direktor Klinik Heiligenfeld, Lebensführungskompetenz nennt. Eine psychosoziale Kompetenz, die weitreichend sein kann; die nicht nur auf Gesundheit bezogen, sondern für jede Art von Arbeit und alles Miteinander, hilfreich ist. Die Auswirkungen auf mitmenschliche Beziehungen sind offensichtlich und auch das ist wichtig für die Arbeitssituation des Einzelnen. Für Unternehmen wäre das also ein Thema aus dem Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM)....


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