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Mit Blumenkübeln gegen Wildpinkeln in Paris

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Wenn Männer mal müssen, stellen sich nicht wenige bekanntlich einfach in eine Ecke und erleichtern sich. Um den unangenehmen Uringeruch, den sie hinterlassen, scheren sie sich nicht. In der französischen Hauptstadt wird jetzt eine umweltfreundliche Lösung des Problems probiert.

Blumenkästen statt stinkender Ecken: Mit Pflanzen geschmückte Pissoirs sollen in Paris beim Kampf gegen das Wildpinkeln helfen. Am Bahnhof Gare de Lyon, einer von dem Problem besonders betroffenen Ecke der französischen Hauptstadt, hat der Bahnkonzern SNCF seit kurzem zwei „Uritrottoirs" aufgestellt.

Im unteren Teil des Containers nehmen Sägemehlspäne den Urin auf wie in einem Katzenklo, im oberen Teil wachsen Blumen. Der Erfinder Laurent Lebot betont vor allem, dass es eine umweltfreundliche Lösung des Stinke-Problems sei: „Anstatt viel Wasser und chemische Reinigungsmittel zu verwenden, um den Urin loszuwerden, kann es so in Erde verwandelt werden", sagte er.

Nach 600 Benutzungen muss das Sägemehl ausgewechselt werden - es kann dann kompostiert werden und wird zu Erde.

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