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Gender - Der Schöne und das Biest

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Gender In einem neuen Disney-Film gibt es eine homosexuelle Liebesgeschichte - und schon gehen Christlich-Konservative auf die Barrikaden. Dabei braucht es mehr solche Szenen

Ist Knappe LeFou, ein beleibter junger Mann mit feistem Grinsen, in seinen Freund Gaston verknallt? In einem kurzen Liedchen fragt er sich, wie es um die Gefühle für den Freund steht. Spitzbübisch blinzelt er dabei dem Angebeteten zu. Eine Szene, die große Aufregung in der Filmwelt erzeugt. Sie ist in der Neuverfilmung von Die Schöne und das Biest mit Emma Watson und Ewan McGregor zu sehen, die diese Woche in den deutschen Kinos anläuft. Wie im Original betritt die Schöne das verwunschene Schloss des Biests. Der Liebesgeschichte zwischen den heterosexuellen Protagonisten wird eine weitere zwischen ihren Antagonisten Gaston (Luke Evans) und seinem Knappen (Josh Gad) hinzugefügt.

Direkt nach dem Filmstart in den USA wurden Proteste laut. Ein Kino in Alabama, dessen Betreiber christlich-konservativ eingestellt sind, nahm den Film aus Protest aus dem Programm. Auch andere Christlich-Konservative riefen zum Boykott des Films auf. Ein Duma-Abgeordneter verfasste einen Brief an den russischen Kultusminister und forderte, diese „Schwulen-Propaganda" zu verbieten. (...)


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