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Liveticker - Comebarack Obama

Zwischenablage044

06:43 Uhr: Und weil sich niemand hier bequemt eine Rede zu halten, bin ich raus. Tschö und Gute Nacht aus Ungarn, hat Spaß gemacht. Bis in vier Jahren. Spätestens.

06:18 Uhr: Aber irgendwie ist es nicht so cool wie vor vier Jahren, oder? Damals *Pathos-Spoiler* wehte der Wind der Geschichte durch Amerika und die Welt *Pathos-Spoiler-Ende* jetzt ist es mehr so die Freude darüber, das bisschen Resthoffnung, das man von damals noch hat, nicht komplett begraben zu müssen. Wisst ihr was ich meine? Man wollte diese Versprechungen damals ja alle glauben. Ich war begeistert, dass es den Rassismus in der Wahlkabine wohl nicht gibt, und ausgerechnet ein Land so einen zum Präsidenten macht, dass jahrelang von George W. Bush regiert wurde. Einem Typen, der beinahe an einer Brezel gescheitert wäre. Und jetzt? Bleibt die Hoffnung, das er wieder was reißt und die Frage, wie der alte Friedensnobelpreisträger das mit der Iran-Atombombe friedensnobelpreisträgermäßig lösen will.

6:04 Uhr: Und auch Virginia und Colorado gehen an Obama. Nur noch Florida ist übrig, interessiert aber keinen mehr. Aus Kreisen heißt es, Romney will seine Niederlage nicht einräumen. Interessiert aber wohl auch niemanden mehr. Nimms mit Humor Mitt, in Wirklichkeit willst du doch gar nicht in einem ei-förmigen Büro sitzen.

05:52 Uhr: Hehe

05:45 Uhr: Jetzt werden hier mehr Fähnchen geschwenkt als auf allen amerikanischen Flughäfen im Jahr zusammen. Alle warten auf Mitt Romney, auf dass er sich in Staub werfe und seine Niederlage eingestehe. Falls es ihn dabei trösten sollte: Er hat nicht so krachend verloren wie McCain vor vier Jahren, er hat jetzt schon 23 Wahlmänner mehr gesammelt als der Typ, der nebenher noch eine Pommes-Firma leitet (glaub ich zumindest). Die Amis bleiben sich treu: Abgewählt wird hier höchst selten.

05:21 Uhr: Mein Handy vibriert, Spiegel.de hat die Eilmeldung gebracht: Barack Obama als Präsident wiedergewählt. Mit der Meldung, dass Ohio an Obama geht. Unter3 sagt: Congratulations Mr. President.

05:20 Uhr:

05:07 Uhr: Aber so langsam nimmt es Konturen an, wie das heimische Zimmer nach einer durchsoffenen Nacht, es sickert durch, wie die Regentropfen früher im selbstgebauten Baumhaus: Barack Obama wird das Ding hier wohl nach Hause fahren, Romney müsste jetzt schon alle swingenden Staaten holen. CNN sagt: Es wird Obama. Der Mann in der ARD sagt: Barack macht sich auf den Weg zur Party. Eigentlich warten wir nur noch auf weißen Rauch, das Feuer ist schon an.

04:58 Uhr: So, wie unter3.net schon vor Stunden prophzeite kommt es immer noch auf Florida und Ohio an. Florida ist genau 50:50, in Ohio soll Obama einen leichten Vorsprung haben. Jetzt verkündet ZDF-Mann Christian Sievers, der wirklich alle Spitznamen der Staaten auswendig gelernt hat, noch ein paar Ergebnisse: Kalifornien: Obama, so überraschend wie Filme in Hollywood, Hawaii: Obama, Idaho: Romney, Oregon: too close. Washington: Obama, also der Staat, nicht die Hauptstadt. Sicherer Zwischenstand: 234:178. Obama braucht 271 insgesamt, wenn er Florida gewinnt gibts direkt mal noch 29 drauf, ich (und noch ein paar andere Experten) leg mich fest: Wenn Obama den Zipfel holt, ist er wieder Präsident.

04:40 Uhr: Random Fact: Wenn Frank-Walter Steinmeier spricht, achtet mal darauf, an welchen Stellen er Luft holt. Immer mitten im Satz! Unmöglich, den Mann zu unterbrechen.

04:32 Uhr: Ich eskaliere: ARNE FRIEDRICH, genau der, der Fußballer, der gegen Costa Rica versagt und gegen Argentinien getroffen hat, spielt ja jetzt in Chicago und wird jetzt von Matthias Opdenhövel zur Wahl interviewt. Trägt eine schwarze Krawatte auf einem schwarzen Anzug, und als das Interview beendet ist, flimmert das TESTBILD über die Mattscheibe. Das alles ist so Retro, ich schließe meine USB-Wählscheibe an den Laptop an und werd ab jetzt damit tippen.

04: 26 Uhr: New Mexiko geht an Obama. Da fällt mir ein, dass die Latinos ja eine ganz entscheidende Gruppe im Wahlkampf sind. Wen wählen die eigentlich?

Foto: John M, CC BY-NC-ND 2.0, gefunden bei flickr.com

04:16 Uhr: Hab ich eigentlich schon gesagt, von wo ich hier schreibe? Aus Szeged, das liegt in Ungarn, im Dreiländereck Rumänien, Serbien, Ungarn. Nicht das das wichtig wäre, denn eigentlich bin ja im Internet, dem unlokalsten Ort seit dem Bahnsteig neundreiviertel.

04:00 Uhr: Volle Stunde, volle Ergebnisse: Montana: Romney, Nevada: too close, Iowa: too close, Utah: Romney. 162:147. Aber immer noch kein Swing State. Alles offen, Spannung, Dramatik...ach... ich mach mir Filterkaffee.

03:50 Uhr: Weil die ganze Zeit US-Wahl über den Bildschirm flimmert: Was macht eigentlich Michael Moore? Ehrlich jetzt, man hört gar nix mehr. Die Unter3-Datenbank sagt, er hätte zuletzt zu der Occupy Wall Street-Bewegung in New York gesprochen. Mit den Worten: "In hundert Jahren wird man sich daran erinnern, dass ihr zu diesem Platz kamt und diese Bewegung ins Leben gerufen habt." Unter3 sagt: Stupid, white man.

03:40 Uhr: Sandra Maischberger schwärmt von Barack Obama Rede auf Schwäbisch, die sympathische Ex-Schülerin unserer Schule (Eigenwerbungsmodus: aus) will es gegen 5:05 Uhr zeigen. Nicht mit uns Frau Maischberger, sie können unser Feldbett ersteigern (DJS-Insider), aber das Video, das rücken wir vor ihnen raus.

03:28 Uhr: Bis jetzt wählen übrigens alle "sicheren" Staaten genau so wie bei der letzten Wahl. Hmm. Heißt übersetzt: Die Swing-States wackeln fröhlich vor sich hin, sind unentschiedener als Dortmund oder Schalke (beide 2:2). (Korrektur: 04:39 Uhr, stimmt nicht, Mitt Romney hat Indiana zurückgewonnen, das ging 2008 an Obama)

03:19 Uhr: Es wird völlig überraschend spät: Zeit für private Details aus dem Leben von Barack Obama. Er hat als Jugendlicher gekifft und gekokst, hat mit seinen Töchter alle Harry-Potter-Bücher gelesen und hört am liebsten Stevie Wonder und Jay-Z. Er war übrigens in einem Anwaltsbüro der Praktikant seiner späteren Frau. Jaaa, Mister Clinton, so rum funktioniert das. Hes got 99 problems but a bitch ain't one.

03:00 Uhr: Und während hier der Dom drei schlägt, stehen neue Wahlmänner zur Verteilung: Arizona: too close: Colorado, Home of Eric Cartman: too close, Kansas: Romney, Louisiana: Romney, Michigan, Birthplace of Mister Romney: OBAMA, nicht schlecht, könnt wichtig sein. Minnesotta: too close: Nebraska: Romney. New Mexico: too close. New York: Obama. , North Dakota: Romney, South Dakota: Romney, und jetzt Texas, das ist ja für die Republikaner das, was Bayern mal für die CSU war: Romney. Wisconsin: Romney, Wyoming: too close. Zwischenstand nach 41 von 50 Bundesstaaten: 148:124 für Romney

02:52 Uhr: Fun Fact: Seit 1961 haben die Republikaner nur dann eine Wahl gewonnen, wenn wenigstens einer der Kandidaten (Präsident oder Vize-Präsident) Nixon oder Bush hieß. Mitt Romney Vater heißt immerhin George W.. Ob das hilft?

02:40 Uhr: Zahlen, Zahlen, Zahlen: Romney holt Mississippi, Alabama und Tennessee, welche Obama jetzt geholt hat, hab ich leider nicht mitbekommen. Eine Übersicht gibt es hier. Es steht 82:79 für Romney, die großen Fische Ohio und Florida sind noch nicht ausgezählt. Gerüchten (also Tweets) zufolge führt Obama in Florida zur Hälfte mit 51:48 Prozent.

02:20 Uhr: Die ARD zeigt Bisons, das ZDF Steinmeier. Zeit für Sachthemen (lesen hier eigtl. Piraten mit?): Stichwort Steuerpolititk. Obama will eine Reichensteuer einführen, die Mittelschicht entlasten und Firmen, die in den USA Arbeitsplätze schaffen auch entlasten. Romney will alle Steuern senken. In den USA werden Steuern prinzipiell als etwas Böses angesehen, der Staat soll sich raushalten, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Deshalb auch dieser Waffen-Paragraph by the way. Das Faszinierende ist ja, dass in den USA aber die Reichen selbst, namentlich zum Beispiel Warren Buffet, gerne mehr Steuern zahlen würden. Die USA hat übrigens 16,6 Billionen Dollar Schulden, viele davon übrigens bei China.

02:17 Uhr: Jörg Schönenborn verzweifelt gerade an seinem Touchscreen... (hust, 23:40 Uhr) ...

02:15 Uhr: Schaue mir gerade die Ergebnisse der letzten Jahre auf dieser blau-roten Amerika-Karte an. Wäre ich gehässig, würde ich sagen: Überall dort wo Zivilisation herrscht, wird Demokratisch gewählt. Aber wer will denn gehässig sein.

02:00 Uhr: Die nächsten Hochrechnungen: 17 Bundestaaten schließen ihre Lokale. Oh Gott, das krieg ich nicht alles gebloggt, versuchs trotzdem: Conneticut: Obama, Alabama: Too close Delaware: Obama. Washington D.C.: Obama, Florida: Too close, da müssen noch Zettel weggeschafft werden, Illinois, Blues Brother und Obama-State: Obama, Maine: Obama: Jetzt gehts aber los hier, Barack holt auf wie Sebastian Vettel, Maryland: Obama, Massachusetts (schreibt man den so?): Obama. Es rollt wie ne lose Klopapierrolle die Treppe runter. Mississippi: Too close. Missouri: too close, New Hampshire, wo Obama Urlaub macht: too close, New Jersey (hrhrhrhr): too close Oklahoma: MITT ROMNEY, er lebt noch, Pennsylvania: too close, Rhode Islands: Obama Tennessee: too close. Fertig, hui. also insgesamt jetzt 65:56, Advantage Obama, new Votes please.

01:50 Uhr: Aber da sitzt auch noch Nikolaus Blome. Den feier ich eigentlich sehr, vor allem wegen dieses Formats "Augstein und Blome" das auf Phoenix unter Auschluss der Öffentlichkeit läuft. Das liegt nicht an der Sendung, sondern einfach an der Tatsache, dass auf Phoenix ALLES unter Ausschluss der Öffentlichkeit läuft. Aber zurück zum Thema. Ich bemerke die latente Romney-Freundlichkeit bei bild. Warum eigentlich? Haben die bei Bild einfach Spaß daran Präsidenten zu stürzen, hat Obama erst ein Klinkerhaus gebaut bauen lassen und dann angerufen? "You have passed the Rubikon"?

01:40 Uhr: Mir wird auf diesem Twitter bild.de-TV empfohlen. Kein Ding, schalt ich halt um. Da sitzt ne sehr blonde Frau mit nem Apfel-PC, die gerade einen Tweet von Kai Diekmann vorliest, der hat tatsächlich ein sehr sensationelles Foto mit Thomas Gottschalk gepostet. Der Moderator wiederum nennt Diekmann den "Herausgeber von Bild". Fast, Kollege, Chefredakteur wär die richtige Lösung gewesen. Ab nach Sibirien. Die blonde Frau hofft derweil, dass der Kanal "weiterhin ordentlich funktioniert." Aha.

01:30 Uhr. Es passiert nichts in Amerika. Stattdessen prozt das ZDF mit Social-Media-Kompetenz. Die können da im Öffentlich-Rechtlichen twittern, und die Tweets auch noch im Fernsehen zeigen. Wahnsinn. Nur Spiderman ist noch vernetzter.

01:18 Uhr. Das ZDF sagt: "Georgia bleibt Gelb", und in Berlin eskaliert die Parteizentrale der FDP, Reiner Brüderle balanciert auf einem rollenden Weinfaß durch den Raum, Philipp Rösler tanzt enthemmt mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Guido Westerwelle... okay, wir werden wieder seriös.

01:13 Uhr: Jetzt flattern hier in die unter3-Zentrale die ersten Spekulationen ein. CNN sagt dies, MSNBC sagt das, Fox News sagt, dass die Liberalen der Untergang des Landes sind. Überall Länder und Zahlen, ein bisschen wie beim Eurovision Song Contest (Grand Prix d'Eurovision de la chanson, wir sind hier Traditionalisten). "Thank you Washington for the wonderfull show tonight. And these are the results from the Ohio Voting" Eine Moderations-Kombination aus Peter Urban und Stefan Raab wär jetzt tatsächlich nicht das Schlechteste.

01:00 Uhr: UND DA SIND DIE ERSTEN ERGEBNISSE: Mit einem Tusch, wie beim Karneval. Ist das spannend: Indiana: Romney, Kenntucky: Romney, Vermont: Obama. Mehr nicht? Nein Obama liegt mit 19:3 Stimmen hinten. Solche Rückstände holen eigentlich nur Schweden auf.

00:55 Uhr: Bettina Schausten: "Frau Auma Obama (Schwester von Barack, die in Heidelberg promoviert hat), wie hat sich ihr Leben verändert, seitdem ihr Bruder der mächtigste Mann der Welt ist?

Auma Obama: "Es hat sich insofern verändert, dass ich jetzt hier mit ihnen rede."

00:45 Uhr: Ach ja, und Big Bird. Dieser große gelbe Vogel aus der Sesamstraße. Ganz ehrlich? Man kann es nicht erfinden. Ausgerechnet in den USA, wo die Kandidaten jedes Baby reflexartig knutschen und abschlabbern, das ihnen entgegengestreckt wird, will Romney den Kinderkanal abschaffen. Baby, Lolly, klauen, und so. Groß. Aber es war abzusehen, es ist in Wirklichkeit nur das Ende einer Reihe von Repressionen gegen diese wohl gefährlichste Sendung der Welt. Glaubt ihr nicht? -> http://www.zeit.de/2005/16/kruemelmonster050414

00:35 Uhr. Hat eigentlich jemand den Spiegel gelesen? Der amerikanische Patient und so? Nicht? Macht nix, Grundtenor: Amerika ist am Ende. Schulden, China und überirdische Stromleitungen sind klare Zeichen des Untergangs. Kann man schon bringen, ist aber nicht halb so cool, wie die Titelstory der Europa-Ausgabe des Time-Magazins zur US-Wahl.

Immerhin auch der dunkelhäutige Hoffnungsträger einer ganzen Nation.

00:24 Uhr: Brechend: Unter3-Reporter Max Zierer hat in diesem Internet bei NYT-Journalist @ravisomaiya eine Liste von Election-Night-Sponsors gefunden pic.twitter.com/Ukc4dqL2 Würde mich jetzt ja über Goldman Sachs und so gerne aufregen... aber Jack Daniels steht auch auf der Liste. Cheers.

00:12 Uhr: Matthias Opdenhövel nennt Ohio "Die Mutter aller Swingstates", aber was ist dieses Ohio eigentlich? Blitzrecherche in der unter3-Datenbank (Wikipedia): Ohio ist ein Begriff der Irokesen und bedeutet „Schöner Fluss", der Spitzname ist Rosskastanien-State. Sie haben knapp 11,5 Millionen Einwohner, die Haupstadt ist Columbus. Berühmteste Söhne des Staates sind ein gewisser Edison, dessen Produkte, soweit ich das mitbekommen habe, gerade von der EU verboten wurden und Neil Armstrong. Wer ihn nicht kennt: Das war der Felix Baumgartner der 60er.

23:45 Uhr: Die Vorberichterstattung dümpelt vor sich hin wie eine Quitscheente im überfluteten New York. Zeit für ein bisschen Wahlkampf-Rückblick. Großes Thema ist ja in den USA immer noch Abtreibung. Fakt ist: In den USA ist Abtreibung grundsätzlich bis zur 12. Woche erlaubt, einzelne Staaten erlassen Einschränkungen. In Deutschland ist es übrigens umgekehrt. Da ist es grundsätzlich verboten, außer bei Ausnahmen. Komplexes Thema, keine Frage, aber die Fundamentalen in den USA schaffen es trotzdem, gleichzeitig GEGEN Abtreibung und FÜR die Todesstrafe zu sein. Das ist ungefähr so, als ob die Keine-Scheidung-Zölibat-Christen einen Kerl wählen würden, der einer Religion mit Vielweiberei angehör...äh....

23:40 Uhr: Apropos Touchscreen. Hören Sie dazu einen Kommentar von Gernot Hassknecht:

23:10 Uhr: Was guck ich jetzt eigentlich? Muss mich zwischen Markus "Wow, Wow" Lanz und Claus "Die-Welt-schaut-auf dieses-Interview" Kleber (unter3 berichtete) beim ZDF und Matthias "Ich-erklär-die-Regeln-gleich-Stefan" Opdenhövel und Jörg "Touchscreen" Schöneborn bei der ARD entscheiden. Hab mal die ARD auf, Gnade des ersten Knopfes. Auch im Internet.

23:08 Uhr: Ums direkt am Anfang mal abzuhandeln: Ja, Obama hat viel versprochen. Ja, in Guantanamo wird immer noch gewaterboeadet. Ja, Klimaschutz interessiert ihn nicht. Ja, er schickt statt Soldaten jetzt Drohnen um Zivilisten zu töten. Aber stellt euch mal einen Moment vor, was passiert wäre, wenn er vor vier Jahren nicht gewonnen hätte? Dann wäre Sarah Palin jetzt nur einen Herzinfarkt von geschätzten 9400 Atomraketen entfernt. Na?

22:45 Uhr: Im ZDF startet jetzt die US-Wahl mit Markus Lanz. Tom Hanks gefällt das.

21:45 Uhr: In Deutschland würden ja 90 Prozent der Menschen Obama wählen, nur drei Prozent Romney. Außerdem finden 90 Prozent die Arbeit von Obama gut. Aber warum eigentlich, und vor allem, wie kommen die Leute zu diesem Urteil? Reicht es mittlerweile, einfach keinen Krieg mehr anzufangen und eine Gesundheitsreform zu versuchen? Eher nicht, denn genau genommen trifft ja auch auf Philipp Rösler zu.

20:45 Uhr: Unter3-Korrespondentin Juliane Schiemenz (@juleschmule) twittert gerade dieses Video. Verrückt? Ein Fake? Nunja.., einer der beiden Kandidaten besitzt ja sehr viel Geld. Und in welche Firma investiert ein Präsidentschaftkandidat? Genau, in eine, die Wahlcomputer herstellt.

20:37 Uhr: Der Noch-Präsident persönlich twittert gerade: "This election is close, and your vote could make the difference." Steile These, Mister Präsident, also auch die demokratischen Stimmen in Texas und die republikanischen in Kalifornien? Eher nicht, tatsächlich kommt es heute nur auf knapp 41 Millionen Menschen an. Soviele registrierte Wähler gibt es in den Swing-States, also die Staaten, die sich noch nicht so richtig entschieden haben. Und selbst da wird es wohl nur auf Ohio und Florida ankommen. Komisches System, aber zum Glück gibt es Claus Kleber, der es uns hippen und coolen jungen Leuten anhand eines Steaks erklärt.

20:13 Uhr: In Hawaii haben gerade die letzten Wahllokale geöffnet, kurze Presseschau, wie siehts aus: Die Terrarien-Freunde von Sueddeutsche.de haben "Lange Schlangen vor den Wahllokalen" gesehen, Spiegel.de superlativiert "Es ist eine der spannendsten Wahlen in der Geschichte der Vereinigten Staaten" und die Washington Post hat recherchiert, dass jetzt die Wähler über den Ausgang entscheiden. Wahnsinn. Da lob ich mir hingegen Bild.de, die haben ganz andere Sorgen:

Hmmm....

My fellow Blogleser

Showdown, Hosen runter, Butter bei die Fische, Karten auf den Tisch. Republikaner oder Demokraten, Elefant oder Esel, Kapitalismus oder Sozialismus, Mitt oder Barack. Unsere amerikanischen Freunde wählen heute Nacht und alle Prognosen sagen eindeutig: Wir wissen nicht wie es ausgeht, es könnte so oder so kommen. Es wird also spannender als ein Spannbetttuch und Unter3.net ist live dabei. Dank eines feinmaschigen Korrespondenten-Netzes von DJS-Schülern erscheinen hier im Blog in Sekundenschnelle die wirklich relevanten Infos zur Wahl. Auf Twitter läuft unser gesammeltes Wissen unter dem Hashtag #usdjs #uswahl direkt hier auf der Twitterwall (Startseite). Wir sind bis mindestens fünf Uhr hier, wenn in Alaska die letzten Wahllokale schließen. Wenn wir Glück haben steht dann schon fest, wer in Zukunft Truthähne begnadigen und Terroristen-Führer erschießen darf. Ich treibe jetzt noch schnell meine Rinderherde in den Sonnenuntergang und melde mich wieder, wenn ich dort angekommen bin. U-S-A, U-S-A

Foto: mgstanton, CC BY-NC-ND 2.0, gefunden bei flickr.com

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