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ORF muss Kündigung von Werkverträgen mit Produktionsfirmen zurücknehmen

Betroffen sind Kamerateams und Cutter im TV-Magazinbereich =


Wien, 3. Jänner 2017 - Das ist ja ein schönes Weihnachts- und Neujahrsgeschenk, dass langjährige und erfahrene TV-Cutter und Kamerateams der Firmen PreTV und Parasec bekommen haben. Sie waren zum Teil rund 20 Jahre über Dauerleasingverträge für den ORF tätig. Nun wurden diese Verträge vom ORF gekündigt und TV-Spezialisten von ihren Personalverleihern ebenfalls. Betroffen sind Sendeformate, wie zum Beispiel „Am Schauplatz“, „Orientierung“, „Bürgeranwalt“ und „Universum“. Die MitarbeiterInnen sind alle um die 50 Jahre alt, einige weit darüber und auf dem Arbeitsmarkt völlig chancenlos einen neuen Job zu bekommen.

 

In einer Resolution haben sich die Journalistinnen und Journalisten der betroffenen Hauptabteilung mit den betroffenen Cuttern und Kamerateams solidarisch erklärt und betont: „Die Gestaltung von Magazinbeiträgen (Kamera, Ton, Schnitt und Text) ist keine Fließbandproduktion, sondern Präzisionsarbeit. Hierbei ist auch abseits der Kostenwahrheit kreatives Potenzial und eine enge Zusammenarbeit gefragt.“

 

Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) solidarisiert sich mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen und fordert Generaldirektor Alexander Wrabetz und die zuständige Direktorin Kathrin Zechner auf, eine Weiterbeschäftigung der betroffenen Fernsehspezialisten sicher zu stellen. „Gerade die betroffenen Sendeformate sind die Aushängeschilder des öffentlich-rechtlichen ORF und verstärken maßgeblich das Österreichbild des Senders“, argumentiert ÖJC-Präsident Fred Turnheim.