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Starke Frauen - und ein blinder Fleck

Foto: Eva Steinlein

Lettland ist stolz auf seine Frauenpower. Wie emanzipiert lebt das Land wirklich?


Baiba Rubesa tritt mit der Selbstsicherheit einer Entscheiderin auf; einer Frau, die es gewohnt ist zu delegieren. Sie wechselt kurz ins Lettische, als sie das Personal in dem Café am Rigaer Domplatz bittet, die Musik abzustellen, dann sagt sie in akzentfreiem Deutsch: „Die Karriere, die ich in Lettland gehabt habe, hätte ich in der Art wahrscheinlich im Westen nicht gehabt." Ihre Einstellung ist typisch für eine Lettin: Die meisten Frauen in dem baltischen Staat verstehen sich als emanzipiert und gleichberechtigt, auch wenn sie sich nie direkt mit feministischen Fragen beschäftigt haben.


Macht es einen Unterschied, als Frau in einer männlich dominierten Branche zu arbeiten? „Ich muss ehrlich sagen, dass ich nie so genau darüber nachgedacht habe", sagt die lettische Geschäftsfrau und Managerin. Kaum zu glauben, denn die 65-Jährige hat ihre gesamte Berufslaufbahn auf Top-Posten in der Wirtschaft verbracht: bei Volkswagen, in der baltischen Dependance des norwegischen Energiekonzerns Statoil und im Bankrat der lettischen „Citadele Banka". Zuletzt leitete die Magnatin als Geschäftsführerin von „RB Rail" den Ausbau des Eisenbahnnetzes von Belgien bis Estland und saß im Aufsichtsrat des staatlichen Elektrizitätsversorgers.


Als Lettin gehört Baiba Rubesa im europäischen Vergleich zu den privilegierten Frauen. Mit 41 Prozent hat der Zwei-Millionen-Staat an der Ostsee den EU-weit höchsten Frauenanteil in Führungspositionen.


Der ganze Text verfügbar über https://www.fr.de/politik/starke-frauen-blinder-fleck-13161902.html

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