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BILD beim Manöver - Hier kämpft die schnelle Eingreiftruppe der Nato

Hier kämpft die schnelle Eingreiftruppe der Nato!

In knapp sechs Monaten übernimmt die Bundeswehr die Führung der VJTF-Brigade („Very High Readines Joint Task Force"). Diese Nato-Truppe ist 2014 als Reaktion auf die russische Aggression in der Ost-Ukraine und der Krim ins Leben gerufen worden. Sie soll innerhalb von wenigen Tagen an jedem Ort der Welt kämpfen können. 8000 Soldaten aus zehn Nationen stehen bereit, 5000 davon allein aus Deutschland.

Brigadegeneral Ullrich Spannuth (54) zu BILD: „Dort, wo das Bündnisgebiet militärisch bedroht wird, wird diese Brigade die richtige Antwort finden."

Noch ist der Kampfverband aber nicht „scharf geschaltet", die Truppe ist noch in der Aufbauphase. 1600 Soldaten übten jetzt eine Woche lang in der Colbitz-Letzlinger Heide bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) das Panzergefecht sowie den Orts- und Häuserkampf.

Die Bundeswehr hat dort die Geisterstadt Schnöggersburg in die Heide gebaut (520 Gebäude auf 6 Quadratkilometern, 140 Mio. Euro Kosten). Grenadiere der Bundeswehr drangen mit Kameraden aus Norwegen und den Niederlanden in die staubige Stadt ein, befreiten Haus um Haus.

Verletzte wurden mit Hubschraubern aus dem Kampfgebiet geflogen. „Unser Hauptauftrag ist, dass wir im Krieg erfolgreich bestehen, deshalb muss die Truppe das Gefecht beherrschen", sagte der Inspekteur des Herres, Generalleutnant Jörg Vollmer (60).

Im Oktober steht für die Speerspitze der Nato die nächste große Übung in Norwegen auf dem Programm: Die Brigade übt das Verlegen von Soldaten und Material in der richtigen Zeit und richtigen Reihenfolge.

Spannuth: „Ich habe schon jetzt mit meinen Soldaten bis zu 30 Wochen gemeinsam in Übungen verbracht. Ich kann sagen: Wird diese Brigade alarmiert, wird sie ihren Auftrag erfüllen." PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von BILD.de-Politik
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