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Sprengsatz stammt "höchst wahrscheinlich" von DHL-Erpresser

Handw

Handwerkskammer Kreuzberg

Der in der Handwerkskammer in Kreuzberg gefundene Sprengsatz stammt wohl vom DHL-Erpresser, haben Polizeiermittlungen ergeben.

Der Sprengsatz, der am Gründonnerstag in der Handwerkskammer in Kreuzberg gefunden wurde, stammt wohl vom DHL-Erpresser. "Mit höchster Wahrscheinlichkeit stammt das Päckchen von dem oder den Tätern, die den Paketdienstleister DHL um einen Millionenbetrag erpressen wollen", sagte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, am Dienstag. Das hätten Ermittlungen der Landeskriminalämter Berlin und Brandenburg ergeben. Nach Informationen der Berliner Morgenpost sollen die Paketbomben Baugleichheiten aufweisen. Nähere Angaben machte die Polizei zunächst nicht. Das zündfähige Sprengstoffpäckchen war am vergangenen Donnerstag in einem Briefkasten der Handwerkskammer am Mehringdamm entdeckt und vor Ort entschärft worden.

"Damit ist es der vierte Fall für die Sonderkommission", sagte Herbst. Das Brandenburger Landeskriminalamt fahndet seit Monaten mit rund 50 Beamten nach dem oder den Erpressern. Weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen der Sonderkommission "Quer" wollte Herbst aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Am 12. Januar war in einer Bankfiliale in Steglitz ein verdächtiger Versandumschlag im DIN-A4-Format mit einer Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern aufgetaucht. Auch dort entschärfte die Polizei die Vorrichtung. In Potsdam war am 1. Dezember 2017 in der Nähe des Weihnachtsmarktes eine Paketbombe in einer Apotheke abgegeben worden. In der Sendung entdeckten die Ermittler neben einem sogenannten Polenböller auch Batterien und eine Metalldose voller Nägel sowie einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Auch ein Vorfall Anfang November in Frankfurt (Oder) wird den Erpressern zugerechnet.

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