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DTM: Audi bremst Wittmann aus - Mortara macht's nochmal spannend

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Die Rückkehr an den Hungaroring vor den Toren Budapests hatte sich BMW-Pilot Marco Wittmann anders vorgestellt. Der 26-Jährige aus Markt Erlbach hätte am Samstag gern seinen Sieg von 2014, als die DTM das letzte Mal in Ungarn Station gemacht hatte, wiederholt und für eine Vorentscheidung im Titelkampf gesorgt.

Aber die Dominanz des Qualifyings war auch im Rennen erdrückend, Audi fuhr am im 15. Saisonrennen der Konkurrenz davon. Allen voran Wittmanns ärgster Verfolger Edoardo Mortara: Der Italiener hatte sich am Samstag die Pole gesichert und ließ sich auch den Tagessieg nicht mehr nehmen, Wittmann wurde nur Siebter.

"Ich glaube, das war das Optimum, was ich heute rausholen konnte. Ich hatte einen sehr guten Start und bin noch an zwei Audi vorbeigekommen", sagte Wittmann nach dem Rennen: "Vielleicht habe ich am Sonntag einen Rückstand. Aber ich lasse das auf mich zukommen. In Hockenheim gibt es auch noch zwei Rennen."

Der Italiener (162 Punkte) macht es im Titelkampf also nochmal spannend: In der Gesamtwertung kam er auf 14 Punkte an den führenden Wittmann (176) heran. Die anderen Anwärter auf den Titel, Jamie Green (137) im Audi und Robert Wickens (121) im Mercedes, haben allenfalls noch rechnerische Chancen.

"Wir hatten ein super Auto. Das ist ein tolles Ergebnis für Audi. Hoffentlich gewinnen wir morgen das Rennen wieder, und dann schauen wir weiter", sagte Mortara nach seinem vierten Saisonsieg.

Den vorzeitigen zweiten DTM-Titel wird es für Wittmann in Budapest also nicht geben. Der 26-Jährige hätte nach dem vorletzten Rennwochenende mindestens 50 Zähler Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Mortara haben müssen. Nach dessen Sieg kann der Vorsprung am Sonntag nicht mehr auf diese Punktzahl anwachsen.

Im Qualifying hatte sich Wittmann allen Audi-Fahrern und Mercedes-Pilot Felix Rosenqvist (Schweden) geschlagen geben und mit Rang zehn begnügen müssen. Trotz der Zusatzgewichte, die Audi nach der Gala-Vorstellung im Qualifying aufladen musste, war an der Übermacht auch im Rennen nicht zu rütteln. Zwar ließ Wittmann dank eines starken Starts direkt die beiden Audi-Piloten Timo Scheider und Mattias Ekström hinter sich und fuhr auf den siebten Platz, aber Mortaras Markenkollegen schirmten ihn erfolgreich ab und verhinderten eine bessere Platzierung. Zweiter wurde der Brite Jamie Green, der in der Fahrerwertung Mercedes-Pilot Robert Wickens (Kanada) überholte und nun an Rang drei liegt.

Am Sonntag (15:13) wird der Titelkampf auf dem Hungaroring fortgesetzt, das Qualifying startet um 12.50 Uhr. Die Entscheidung fällt beim traditionellen Saisonfinale in Hockenheim (15./16. Oktober).

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