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Terror-Experte: Auch Österreich muss aus Berlin-Anschlag lernen

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"Ob man zum Anschlagziel wird, hängt davon ab, ob mutmaßliche Terroristen ein entsprechendes Netzwerk vor Ort haben, um so einen Anschlag zu planen", erklärte der auf Terrorismus spezialisierte Experte, der an der Freien Universität Berlin forscht.


  Kein Unterschied zu anderen Anschlagszielen

Für ihn unterscheidet sich Österreich nicht von anderen Anschlagzielen, wie Frankreich, Belgien oder Deutschland. Dass es im Vorfeld des Berlin-Anschlags keine Warnung oder Hinweise aus Geheimdiensten gegeben habe, deutet für Tuschhoff darauf hin, dass Täter und Hintermänner vermutlich auf anderen Wegen kommuniziert haben, die bisher nicht vom Geheimdienst erfasst werden.


  Sicherheitsbehörden lernen aus Anschlag


Der Politologe ist überzeugt, dass die Sicherheitsbehörden aus dem Anschlag lernen werden. "Die exakt selbe Ausführungspraxis wird es so nicht mehr geben, weil man sich aufseiten der Terrorabwehr besser darauf eingestellt hat", zeigte er sich überzeugt. Sicherheitsbehörden würden demnach Ermittlungen vorantreiben, Instrumentarien verbessern und internationale Kooperation verstärken.


  Muster bei Anschlägen erkennbar


Bei dem Anschlag in Berlin erkennt Tuschhoff ähnliche Muster wie bei Anschlägen in Frankreich und Belgien. Es handle sich demnach um "weiche Ziele, die physisch schwer zu schützen sind". Auch die Ausführungsart sei ähnlich. "Man könnte keine notwendige Ressourcen aufbringen, selbst wenn man das wollte", so der Politologe.

(APA)

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