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Die Fische und die Ordnung

Während die Hexe Ursula in "Arielle, die Meerjungfrau" als das absolut Böse gezeigt wird, gilt die patriarchale und gewaltvolle Alleinherrschaft des Königs als das Gute.



Die Schauspielerin Halle Bailey weicht ab. Sie ist schwarz. Dennoch soll sie die "Arielle" in der Realverfilmung des Disney-Filmes "Arielle, die Meerjungfrau" spielen. In der Zeichentrickvorlage wird die Figur mit rotem Haar, grünen Augen und weißer Haut gezeichnet, im Märchen "Die Kleine Seejungfrau" von Hans Christian Andersen hat die Hauptfigur dunkelblauen Augen und bleiche, weiße Haut. Die nun geplante Besetzung macht viele Leute sauer: Arielle sei Dänin, unter Wasser könne man nicht "braun werden", und Meerjungfrauen müssten nun mal "blass" sein. Dass es sich dabei um platte, rassistische Abwehrreflexe handelt, steht außer Frage. Doch die antirassistischen Gegenargumente greifen oftmals zu kurz. Man verweist darauf, dass Schwarze im Film unterrepräsentiert sind, und freut sich über jede schwarze Person, die eine Hauptrolle ergattern kann. So verständlich diese Freude sein mag, zeigt sie auch eine große Schwäche der gegenwärtigen Identity Politics.

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