
Diese Woche entfernen wir uns ein bisschen vom knallharten Newsgeschäft und widmen uns dem Stoptrick. Eine einfache kostenlose App und eine einfache kostenlose Idee führen nämlich manchmal zu verblüffend schönen kleinen Ergebnissen.
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Diese Woche entfernen wir uns ein bisschen vom knallharten Newsgeschäft und widmen uns dem Stoptrick. Eine einfache kostenlose App und eine einfache kostenlose Idee führen nämlich manchmal zu verblüffend schönen kleinen Ergebnissen.
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Hier das aktuelle Videostatement von Markus Beckedahl von netzpolitik.org zu ACTA. Und unten die Einschätzungen von Jochen Thermann, Kooperative Berlin.
Lobbyismus ist bekanntlich ein Teil der Demokratie. Ein Husarenstück der internationalen Verwertungsrechtelobby stellt aktuell das Anti Counterfeiting Trade Agreement dar. Auf deutsch heißt das: Anti-Fälschungs-Handelsabkommen.
Es ist unter dem Kürzel ACTA zu zweifelhafter Berühmtheit gekommen.
Der Inhalt von ACTA ist unkonkret. Gesetzeskraft hat das Abkommen nicht. Es gibt aber im großen internationalen Stil von den USA, über die EU bis Japan Richtlinien vor: für Urheberrechtsverstöße und Produktpiraterie. Anvisiert wird dabei u.a., Internetprovider in Haftung zu nehmen, um digitale Piraten aufzustöbern. Das würde auch in die Informationsfreiheit eingreifen. Denn bislang kontrollieren Provider nicht, wer sich auf welchen Seiten bewegt. Geht sie ja auch nichts an.
Um Piraterie im Netz zu bekämpfen, müsste jedoch genau dieser Bereich des freien Netzes durchleuchtet werden.
Konkrete Maßnahmen enthält das Abkommen nicht. Doch Stoßrichtung und Geist des Abkommens lassen wenig Interesse an einer freien Kommunikation erkennen. Neben dieser laxen Einstellung in Fragen der Informationsfreiheit hat aber auch der Entstehungsprozess von ACTA Fragen aufgeworfen.
Die EU stimmte dem Vertrag bereits am 16. Dezember zu. Bemerkenswerterweise in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Agrar- und Fischereirats. Doch die europäischen Regierungen müssen noch einzeln zustimmen. Bislang steht die Ratifizierung von Deutschland und vier weiteren EU-Ländern aus.
Die Bundesregierung sieht keine geltenden Rechte gefährdet.
In Polen und Tschechien ist es dagegen zu Massenprotesten gekommen. Sie richten sich nicht nur gegen die mögliche Beschneidung von Grundrechten, sondern auch gegen das undurchsichtige Verfahren. Auch die Slowakei verweigert die Unterzeichnung.
Man wolle kein Abkommen unterstützen, dass den Schutz von Copyright über das Recht auf Freiheit und Privatsphäre stellt.
Aus diesem Grund sind am Samstag in zahlreichen europäischen Ländern Demonstrationen geplant. Damit ACTA ad acta gelegt wird.
Jochen Thermann, Kooperative Berlin
P.S.: Und hier noch eine aktuelle Übersicht der Digitalen Gesellschaft e.V. der anstehenden Demonstrationen und Proteste im Rahmen des ACTA-Protesttages am 11. Februar 2012:
http://wiki.stoppacta-protest.info/Main_Page
Mehr Informationen zur “Stoppt ACTA”-Kampagne des Digitale Gesellschaft e.V. finden sich hier: http://digitalegesellschaft.de/portfolio-items/acta-stoppen/
Der Digitale Gesellschaft e.V. ist Mitveranstalter der Berliner Demonstration gegen ACTA, die um 13 Uhr am Neptunbrunnen am Alexanderplatz startet.
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Hast Du auch schon mal ein Körperteil auf den Kopierer gelegt? Nun, das geht mit der App Scanner Pro nicht so richtig. Ansonsten funktioniert sie aber überraschend gut. Perfekt für investigative Schnüffelnasen oder für Leute ohne Faxgerät. Ganz billig ist das Ganze aber nicht.
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Gut, wenn man alles immer mit dabei hat. Doof, wenn die wichtige Präsentation, der O-Ton oder das Manuskript zuhause auf dem heimischen Rechner liegen, wenn man bereits auf dem Weg in den Sender ist. Gott sei Dank liegt aber mehr und mehr nicht nur auf dem Homecomputer, sondern über den Wolken, allzeit bereit in der so genannten Cloud – gut verstaut in einer Kiste.
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Es gibt hunderte verschiedener Fotobearbeitungs-Apps. Vom einfachen Retro-Filter bis zur mobilen Version von Photoshop. Empfohlen sei diese Woche aber eine andere App. Sie heißt Snapseed und ist die Nummer Eins.
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2011 war ein gutes Jahr für Bambuser. Die App wurde vom Team des einflussreichen Tech- Blogs The Next Web zur „Media App of The Year“ gekürt. Das britische Magazin Wired feierte Bambuser in der Dezemberausgabe 2011 als „#1 Big Ideas for 2012“. Mit Bambuser kann man auf einem Smartphone live Videos ins Netz streamen. Zum Beispiel Bilder vom arabischen Frühling.
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Kollektives Schreiben – Google Docs und die Etherpads
Schon einmal, in der Frühphase des world wide web, in den 1990er Jahren wurde der Tod des Autors erklärt: mit dem Hypertext. Und auch wenn sich der emphatische Ton im Alltag des Netzes verloren hat, so ist zumindest ein Ergebnis kollektiver Autorschaft doch unverrückbarer Bestandteil unserer Digitalkultur geworden: die Wikipedia. Neben dem Wiki als Schreibumgebung für die Sicherung und Sammlung von Wissen haben sich inzwischen auch andere Schreibplattformen ganz selbstverständlich etabliert, die sich für die gemeinsame Arbeit an einem Text ausgezeichnet eignen. Denn das Herumschicken von Worddokumenten mit roten und gelben Einträgen, mit lästigen Markups und Versionschaos ist nicht die einzige Möglichkeit. Google Docs, auf deutsch auch als Google Texte und Tabellen, sowie die open source Pads der Etherpad Foundation bieten Online-Umgebungen an, bei denen alle Autoren in Echtzeit an einem Dokument schreiben und dadurch stets auf dem aktuellen Stand sind.
An den Versuchen, gemeinsam zu schreiben, haftet also nichts Absurdes mehr – wie noch bei dem von den Surrealisten erfundenen Spiel Cadavre Exquis, das heute wenn überhaupt noch auf Kindergeburtstagen gepflegt wird und in der Form „Onkel Otto sitzt pfeifend in der Badewanne…“ eine zweifelhafte Berühmtheit erlangte. Doch im Grunde war das Schreiben immer auch ein kooperativer Vorgang. Ein Text, der gut sein sollte, wurde und wird gegengelesen, redigiert, überarbeitet, umgeschrieben. Ob gemeinsame Autorschaft oder redaktionelle Überarbeitung – Google Docs und das Etherpad zeichnen sich durch eine einfache und stabile Handhabung aus. Interessanterweise beruhen beide Schreibplattformen auf der gleichen Technologie: EtherPad.
Die Software wurde Ende 2009 von Google aufgekauft, kam zunächst in Google Wave zur Anwendung und ist nun in die kollaborative Schreibumgebung Google Docs eingebunden worden. Bei Google Deutschland ist sie bei dem Reiter „Mehr“ unter „Texte und Tabellen“ zu finden. Hier können Dokumente hochgeladen und geschrieben, gesichert, überarbeitet und zur Verfügung gestellt werden. Weitere Autoren, Redakteure oder Leser werden per E-mail eingeladen, müssen jedoch über ein Google-Konto verfügen, um an dem Dokument arbeiten zu können.
Anders ist das bei den Pads der Etherpad Foundation. Nach der Übernahme der Software durch Google wurde aufgrund von Protesten ehemaliger User des Etherpads der Code veröffentlicht, so dass die freie Nutzung als Open Source Projekt möglich wurde. Zahlreiche Server bieten inzwischen die Nutzung der Technik an: dabei erzeugt man ein eigenes Pad, also ein Dokument, an dem beliebig viele Autoren schreiben können, mit einem einzigen Klick. Dieser erzeugt eine URL, auf der die Schreibsoftware läuft. Anderen Autoren muss man nur den Link per Mail oder instant Messanger mitteilen – farbliche Markierungen erlauben die Kennzeichnung der einzelnen Autoren, die Markierungen können aber auch entfernt werden. Zudem ist ein Weiterschreiben an früheren Versionen möglich, weil in Echtzeit alle Fassungen gespeichert werden und man an frühere Punkte zurückspringen kann.
Neben Etherpad Lite gibt es eine Vollversion, die den Schutz eines Dokuments mit Passwort ermöglicht. Denn bei der Lite-Version kann theoretisch jeder, der die URL kennt, auf das Dokument zugreifen und mitschreiben. Insofern empfiehlt es sich bei sensibleren Themen, ein Gruppenkonto anzulegen. In Deutschland laufen Pads zum Beispiel auf dem Server der Piratenpartei – Piratenpad.de bietet einen freien Etherpad-Server. Dort kann man auch ein Konto erstellen, über das passwortgesichertes Schreiben möglich ist.
Text: Jochen Thermann
Bild: flickr/whiskeygonebad
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Katsushika Hokusai war einer der bedeutensten Vertreter des japanischen Holzschnitts und der Malerei. Er machte den Begriff Manga populär noch bevor dieser für Comics verwendet wurde und seine Bildserie „36 Ansichten des Berges Fuji“ gehören zu den weltweit bekanntesten japanischen Kunstwerken. Und was um alles in der Welt hat Hokusai mit einem Audio-Schnittprogramm für das iPhone zu tun?
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In den letzten beiden Wochen haben wir uns hier um Apps gekümmert, mit denen man Inhalte erstellen kann. Diese Woche konzentrieren wir uns auf die Themenrecherche. Mit Flipboard blättern sich die schönsten, spannendsten und schnellsten Nachrichten direkt in Deine Hand. Mit ein bisschen Übung kannst Du Dir hier eine gute und kostenlose Infozentrale einrichten.
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Die beste Kamera der Welt ist die Kamera, die Du mit dabei hast. Was nützt die tolle Spiegelreflex, wenn Du unterwegs bist und sie zuhause im Regal liegt. Smartphones haben die Art und Weise wie sehr viele Menschen Fotos machen, anschauen, teilen und verbreiten maßgeblich verändert. Im Moment ist das iPhone 4 die mit Abstand beliebteste Kamera der riesigen Flickr-Fotocommunity. Was das für Journalisten heißt?
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